Praktikumsfragen...

Hinweise zur Erstellung des Praktikumsberichts

Der Praktikumsbericht dient der studienbezogenen Dokumentation und persönlich-beruflichen Reflexion der während des Praktikums gemachten Erfahrungen, d.h. man schreibt ihn in erster Linie für sich selbst!

Es geht um die Darstellung eines Lernprozesses, um eine Auswertung, die die Chance eröffnen soll, den persönlichen „roten Faden“ im Studium und in der beruflichen Planung zu finden bzw. gezielter zu verfolgen.

Im Zentrum des Berichts sollte daher die Reflexion der eigenen Rolle sowie fachlicher Handlungskompetenzen und -defizite in professionellen pädagogischen Handlungsvollzügen stehen. Diese Reflexion kann z.B. darin bestehen, eine erlebte pädagogische Situation, z.B. eine Fallanalyse oder die Planung/Durchführung von (Bildungs-)Projekten, exemplarisch zu schildern, zu deuten bzw. auch mit Hilfe wissenschaftlicher Konzepte vertiefend zu erklären.

Ohne eine endgültige Gliederung vorzugeben, werden hier Aspekte vorgeschlagen, die Grundlage zur Gestaltung des Berichtes sein können. Im Einzelfall sind die Besonderheiten der Praktikumsstelle und der Arbeitsinhalte zu berücksichtigen.

Das Deckblatt umfaßt folgende Informationen:
- Name und Anschrift des/der Praktikanten/in
- Vollständiger Name und Anschrift der Praktikumsstelle
- Angabe über den Zeitraum, in dem das Praktikum abgelegt wurde
- Datum der Fertigstellung des Berichts
- Name des/der Betreuenden von Seiten der Universität

Inhaltsverzeichnis

Das 1. Kapitel dient der Einleitung in Thema und Aufbau der Arbeit (ggf. auch mit Angaben über das Auffinden der Praktikumsstelle und die eingangs gehegten Erwartungen, zu Bezügen zum Studium bzw. zur Studienrichtung etc.).

Im 2. Kapitel, der Vorstellung der Praktikumsinstitution, können u.a. die folgenden Elemente berücksichtigt werden (dabei ist auch vorab zu begründen, warum welche Kriterien für die Vorstellung der Einrichtung als Praktikumsinstitution ausgewählt wurden):
- Abriß zur Geschichte der Einrichtung
- Konzeption (z.B. Ziele, weltanschauliche Ausrichtung, Aufgabenbereiche, Methoden)
- Organisation (z.B. Trägerschaft, Rechtsstatus, Finanzierung, Aufbau/Organigramm)
- Personalstruktur (z.B. Ausbildung, Entscheidungsstrukturen, Kooperation, Team)
- Zielgruppen der Arbeit (z.B. Lebenslagen der Zielgruppen, Art der Arbeit mit den AdressatInnen)
- spezifische Arbeitsverfahren bzw. pädagogische Methoden
- etc.

P.S.: Vergessen Sie bei der Beschreibung nicht, die jeweiligen Quellen ihres Wissens über die Einrichtung zu benennen und korrekt zu zitieren!

3. Kurze und Beschreibung aller Tätigkeiten als Praktikant/in,
systematisch mit pädagogischem Blick aufbereitet -
z.B. nach der Systematisierung von pädagogischen Handlungsformen (vgl. u.a. Giesecke),
notwendigen/erworbenen Kompetenzbereichen (vgl. u.a. Fuhr),
nach den Phasen der Entwicklung der eigenen Rolle im Praktikumsverlauf
oder ...

P.S.: Vergessen Sie bitte auch hier nicht, die jeweiligen Quellen aufzuführen und korrekt zu zitieren!

Tipp: Es wird bereits innerhalb des Praktikumszeitraums das Führen eines Praktikumstagebuchs angeraten. Hier können neben der Auflistung der konkreten Tätigkeiten auch Gespräche mit den MitarbeiterInnen/AnleiterInnen oder persönliche Impressionen und Lernerfahrungen festgehalten werden. Zudem kann später die Rückschau auf persönliche Zielsetzungen und Erwartungen interessant sein, die zu Anfang des Praktikums schriftlich fixiert wurden. Die Notizen erleichtern außerdem die spätere Auswertung für den Praktikumsbericht.

4. Nur im Hauptpraktikumsbericht: Vertiefte Analyse eines Teilaspekts der Institution bzw. ihrer Arbeit im Abgleich mit den Ergebnissen und Aussagen der einschlägigen Fachliteratur, z.B. zu:
- Darstellung spezifischer Methoden/Medien im Vergleich von wissenschaftlicher Forschung und erfahrener Praxis (z.B. Beratung, Bildung, Lern-/Lehrformen ...)
- systematische Zuordnung der Einrichtung zu theoretischen, programmatischen oder weltanschaulichen Ansätzen
- Formen der Arbeitsorganisation in Literatur und Umsetzung (z.B. Planungs- und Analyseverfahren, Qualitätssicherung oder Evaluation)
- Wissen über im Vergleich zur Wahrnehmung der Zielgruppe(n)
- Zusammensetzung und Qualifikation des Personals im Kontext pädagogischer Professionalisierung
- Aspekte aus der Geschichte der Einrichtung
- Auswirkungen aktueller politischer Entscheidungen auf den Praxisbereich
- Spannungsfeld Ökonomie und Pädagogik

P.S.: Vergessen Sie bitte auch hier nicht, die jeweiligen Quellen aufzuführen und korrekt zu zitieren!

4. bzw. 5. Reflexion und Schlussfolgerungen, z.B. anhand:
- eines kritischen Vergleichs der eigenen Erwartungen an das Praktikum mit der erfahrenen Realität
- der Art und Weise der Anleitung / der Erfahrungen mit dem Team
- von Erläuterung der Chancen und Risiken der Arbeit in einer solchen Einrichtung (z.B. auf Basis einer Fallgeschichte)
- der Einschätzung eigener Handlungskompetenzen und -defizite sowie resultierende Konsequenzen für Studium und/oder Berufswahl

5. bzw. 6. Verzeichnis der verwendeten Literatur sowie anderer Materialien oder Quellen (z.B. Konzeptionen, graue Literatur, Gespräche mit den Praktikumsbetreuenden)

In einem Anhang kann auch Informationsmaterial über die Praktikumseinrichtung beigefügt werden (z.B. Satzung, Werbematerial, Zeitungsmeldungen, Formblätter etc.). Ebenso können Beispieldokumente zur eigenen Tätigkeit (z.B. Photos, Berichte, Kopien von Arbeitsergebnissen mit Gruppen etc.) beigelegt werden.

Außerdem sind eine von der Praktikumsstelle unterschriebene Bestätigung über das absolvierte Praktikum sowie ein ausgefülltes Scheinformular beizufügen.
P.S.: Vergessen Sie nicht, sich ein Zeugnis ausstellen zu lassen - für Sie persönlich, nicht als Teil des Berichts!

Organisatorisches: Der Bericht sollte einen Umfang von mindestens 12 Seiten (Grundpraktikum) bzw. 16 Seiten (Hauptpraktikum) haben (ggf. zuzüglich Anhang). Er ist in zweifacher Ausfertigung ca. zwei Wochen vor der Besprechung mit der betreuenden Dozentin bzw. dem betreuenden Dozenten beim Praktikumsbüro einzureichen.

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